Zum ersten Mal arbeiten im Urlaub, yay.­čî×

Yay, 3 Wochen Griechenland. Sonne, Meer und Surfen stehen mir bevor. Mein erster Urlaub in diesem Jahr.

In meiner Kindheit habe ich gef├╝hlt jeden Sommerurlaub mit meiner Familie in Griechenland verbracht. Surfen, Campingplatz-Athmosph├Ąre, Strand, Meer und gutes Essen und weitere positive Erinnerungen habe ich an diese Zeit.
Anfang des Jahres fragten meine Eltern ob ich denn dieses Jahr mit nach Griechenland fahren m├Âchte. Also eher gesagt, dorthin nachkomme und dann mit ihnen gemeinsam zur├╝ck fahre. Ich habe die Entscheidung lange vor mir her geschoben, weil ich nicht wusste was im Sommer sein w├╝rde. Habe ich einen Job war die gr├Â├čte Frage. Also habe ich vorsichtshalber einfach einen preiswerten Flug gebucht. Notfalls w├╝rde er verfallen. Die Monate vergingen und der Sommer r├╝ckte n├Ąher. Jobtechnisch kam nicht das, was ich erwartet habe, also entschloss ich mich den Urlaub wahr zu nehmen. Zu der Zeit hatte ich noch keinen Laptop. 3 Wochen nichts am Computer zu machen, war f├╝r mich unvorstellbar. Da ich sowieso mir bald einen neuen Laptop kaufen wollte, fand ich, war dies ein guter Zeitpunkt um Taten sprechen zu lassen.
Ganz stolz kam ich mit meinem Macbook nach Hause. R├╝hrte es aber erstmal nicht an. Es war mit fremd und ich hatte keine Lust mich erst mal reinzuwachsen. Als es dann soweit war und ich die wundersch├Âne strecke mit dem Fieger Richtung S├╝den flog, kramte ich meinen Laptop heraus und fing an mit Photoshop und Lightroom zu arbeiten. Es war ein Traum, die Bilder lie├čen sich blitzschnell ├Âffnen und die ├änderungen blitzschnell anpassen. Vorher habe ich mit 4GB Arbeitsspeicher gearbeitet, da konnte ich zur Toilette gehen, bis das Bild ge├Âffnet wurde. Als ich dann ins Wifi wollte kam die „b├Âse“ ├ťberraschung. 1. Die Verbindung war sehr langsam und 2. ich wurde st├Ąndig raugeschmissen. Ich ertappte mich dabei verzweifelt meinen Airport zu aktivieren und deaktivieren wie eine Besessene. Letztens sagte eine Freundin zu mir, kein Wifi ist besser als schlechtes Wifi, und da konnte ich sich so was von nachvollziehen. Innerlich war ich w├╝tend und frustriert.

"Kein Wifi ist besser als schlechtes Wifi".

Ok, dachte ich mir, wir sind hier auf einem Campingplatz, ein Highspeed Internet ist hier nicht gefragt. Ich hoffte, bei unserem n├Ąchsten Hotel wird es besser. Ich wurde entt├Ąuscht, auch dort war es nicht besser. Der Empfang war grottig und ich wurde immer wieder rausgekickt. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Aber ich konnte es leider nicht ├Ąndern, somit konzentrierte ich mich auf meinen Sport, das Laufen und regelm├Ą├čig schwimmen zu gehen. Das Surfen habe ich auch wieder aufgenommen. Am Anfang hatte ich Angst, Angst vor der Geschwindigkeit und Angst bl├Âd zu st├╝rzen. Es war jede Mal eine ├ťberwindung aber das Gef├╝h l von Freiheit und ├╝ber dem Wasser zu gleiten hat alles entsch├Ądigt. Das Surfen verlang von dir volle Konzentration, du kannst nicht nebenbei an deine To Do’s denken. Leider war auch gar nicht an Instagram zu denken. Wenn ich Gl├╝ck hatte wurde gerade mal Feed aktualisiert und der erste Post war sichtbar. Mein Guthaben war leider schon hin├╝ber. In Vasiliki, einem Surferhotspot, klapperte ich, vergeblich verschiedene Caf├ęs ab nach einer guten Verbindung. Dabei musste ich einige ├ťberweisungen t├Ątigen und meine Steuererkl├Ąrung machen. Gl├╝cklicherweise stellte meine Schwester mir einen Hotspot zur Verf├╝gung. Meine Rettung.

Wo hast Du das Kochen gelernt?
Kochen zu lernen ist f├╝r mich schon immer ein fortschreitender Prozess gewesen, ein Prozess der in meinem Jugendalter begann. Als extreme Feinschmeckerin habe ich es geliebt, in der K├╝che meiner Mutter abzuh├Ąngen, um zu sehen, ob es neue Geschmackserfahrungen zu entdecken gab. Im Zuge dessen habe ich voller Begeisterung einige traditionelle Familienrezepte gelernt, die von meiner Gro├čmutter an meine Mutter und dann an mich weitergegeben wurden. Ich liebe es auch Neues ins Essen einzubringen und probiere oft verschiedene Zutaten und Aromen, um mutige und moderne Neuerungen mit traditionellen Rezepten zu kreieren.

Kochst Du oft zuhause?
Oh ja. Zu kochen macht mir genauso viel Spa├č, wie zu essen. F├╝r mich ist Kochen eine Sache, bei der man sehr kreativ sein kann und es ist eine M├Âglichkeit runterzukommen und sich zu entspannen. Gl├╝cklicherweise ist mein Ehemann ein gro├čartiger Koch, der oftmals freiwillig das beste selbstgemachte Essen kocht, welches ÔÇ×Madam ChutneyÔÇť je gegessen hat.

Wie bleibst Du motiviert?
Ich bin davon ├╝berzeugt, dass Motivation intrinsisch sein muss. Ich habe einen schwierigen Weg gew├Ąhlt, der viel harte Arbeit und Entschlossenheit sowie eine gesunde Prise Widerstandsf├Ąhigkeit erfordert. Dennoch ist es eine Sache, die unglaublich lohnend und best├Ąrkend ist. Man muss bis ans ├äu├čerste gehen, um durch schwierige Phasen zu kommen, aber es gibt immer Licht am Ende des Tunnels. Die allgemeine Wertsch├Ątzung, die wir von den G├Ąsten erhalten, das gro├če L├Ącheln, welches wir in ihren Gesichtern sehen, inspirieren mich noch h├Ąrter zu arbeiten.

Woher bekommst Du Deine Inspiration?
Ich bin der ├ťberzeugung, dass Indien eine unglaublich reichhaltige und vielf├Ąltige kulinarische Kultur zu bieten hat. Die Vielfalt der Nahrungsmittel und Aromen, die man quer durch Indien finden kann, werden nirgendwo ├╝bertroffen. Die Essensverk├Ąufer auf den Stra├čen von Indien verdienen es, in ihrer Wichtigkeit betont zu werden, da dort die meisten meiner Gerichte im Jugendalter geformt wurden. Die Kombination der Familienrezepte mit meinen Lieblingsessensst├Ąnden inspirieren mich innovativ zu sein und authentische Aromen in M├╝nchen zu kreieren.

Was sind Deine aktuellen Herausforderungen und wie gehst Du mit ihnen um?
Eine der gr├Â├čten Herausforderungen, denen ich begegnet bin, war es, als weibliche Unternehmerin in einem m├Ąnnlich dominierten Gewerbe Fu├č zu fassen. Anfangs war es sehr schwierig ernst genommen zu werden. Man muss sich durch harte Arbeit, Entschlossenheit und Mut beweisen. Momentan w├╝rden wir gerne unser Unternehmen ausdehnen, um unsere K├╝che mehr Menschen zug├Ąnglich zu machen ÔÇô es ist eine sch├Âne Herausforderung.

Welche Ratschl├Ąge kannst Du anderen Unternehmerinnen geben, die ein eigenes Restaurant er├Âffnen m├Âchten?
Glaub an Dich, traue Dich zu tr├Ąumen, bleib stark und sei bereit sehr hart zu arbeiten. Es gibt keine Abk├╝rzung zum Erfolg.

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