Medo eröffnet den Homegirlstore im Glockenbach

Medo eröffnet den Homegirl Store im Glockenbach

Auf Medo bin ich über "Mit Vergnügen" aufmerksam geworden. Ich war begeistert. Eine junge Frau eröffnet einen Laden, der den lokalen Handel unterstützt, zu fairen Preisen und mit coolen Klamotten. Mir war sie sofort sympathisch. Also mussten Bilder und ein Interview her. Zum Glück hat sie zugesagt. Im Interview erfahrt ihr, warum Medo sich selbständig gemacht und wie ihr neuer „Alltag“ aussieht.

Medo, 27 Jahre alt, ist gelernte Hotelfachfrau und lebt seit sechs Jahren in München. Zuletzt arbeitete sie in der Produktion für ein Münchener Streetwear Label. Im Oktober 2018 hat sie sich ihren Traum von der Selbständigkeit erfüllt.

Wofür steht HOMEGIRL?
Homegirl bedeutet für mich Familie, Freundschaft, Zusammenhalt und Heimatliebe. Natürlich
soll es auch beschreiben, dass ich nicht die typische Modepuppe bin, sondern coolen Streetstyle
und weibliche Mode vereine.

Welches Konzept steht hinter Deinem Laden?
Schwierig zu sagen. Mein Konzept ist es, den Einzelhandel wieder moderner zu gestalten und
den Leuten bewusst zu machen, dass lokaler Handel auch coole Mode und faire Preie haben
kann.

Wer ist Deine Zielgruppe?
Die ist eigentlich breit gefächert. Ich möchte jeden ansprechen und vor allem niemand
ausschließen. Deswegen lege ich viel Wert auf schlichte, weibliche und auch coole streetstyle
Mode.

Wolltest Du schon immer selbständig arbeiten?
Ja, das war auf jeden Fall eines meiner Ziele.

"Lasst euch nicht durch die Angst und Negativität von anderen herunterziehen."

Seit wann bist Du selbständig und wie kam es dazu?
Seit Juli letzten Jahres. Da die Firma, bei der ich gearbeitet habe, an ein neues Unternehmen verkauft wurde, war mir klar, dass es an der Zeit war etwas Neues zu machen und dann ging alles ganz schnell.

Was macht selbständiges Arbeiten für Dich im Vergleich zum Arbeiten als Angestellte aus?
Es fordert einen viel mehr und man hat natürlich auch die Freiheit, sich seine Arbeit selber einzuteilen. Da ich aber an meine Öffnungszeiten gebunden, bin strukturiere ich mich so schon ganz gut und arbeite meine Aufgaben in der Zeit ab. Ich liebe es, meine Ideen sofort umzusetzen und nicht erst absegnen lassen zu müssen. Eigentlich ist echt alles besser.

Vor welchen Herausforderungen standest Du beim Gründen und wie hast Du sie gemeistert?
Ich glaube, dass Schwierigste war mein eigener Anspruch, dem ich gerecht werden wollte. Aber nach ein paar Wochen und tausend Ideen habe ich gemerkt, ich muss dem Prozess Zeit geben und das tue ich jetzt auch. Ich freue mich über jede Veränderung in meinem Store und es ist sehr erfrischend, immer was etwas Neues zu sehen.

Welchen Ratschlag kannst Du Gründern geben, die auch einen Laden eröffnen möchten?
Lasst euch nicht durch die Angst und Negativität von anderen herunterziehen. Ich habe immer an das Gute, Schöne und Positive gedacht. Natürlich habe ich mich mit Problemen und Risiken beschäftigt, aber wir machen uns nur selbständig, weil wir an etwas glauben und nur mit positiven Gedanken kann man das erschaffen.

Hier geht’s zum Homegirl Store
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